Fadenlifting Bonn: Ablauf, Wirkung & für wen geeignet

Wie läuft ein Fadenlifting ab 
und für wen eignet es sich?

Viele Patientinnen und Patienten fragen sich, wie ein Fadenlifting eigentlich abläuft, bevor sie sich für oder gegen die Behandlung entscheiden. Fadenlifting ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem feine, resorbierbare PDO-Fäden unter die Haut eingebracht werden, um Gesichtskontur und Hautspannung zu beeinflussen. Anders als bei einer Operation entsteht kein sichtbarer Schnitt, und die Behandlung findet ambulant statt. Im Folgenden erfahren Sie, wie der Ablauf konkret aussieht, wie die Wirkung zeitlich entsteht, welche Areale behandelt werden können und für wen sich diese Methode eignet.

Zusammenfassung:

Fadenlifting Bonn – Behandlung der Gesichtskontur mit PDO-Fäden
  • Ein Fadenlifting strafft das Gesicht mit feinen, selbstauflösenden PDO-Fäden – ganz ohne Operation.
     
  • Die Behandlung dauert meist 30 bis 60 Minuten und wird ambulant durchgeführt.
     
  • Das Ergebnis ist teilweise direkt sichtbar und hält häufig zwölf bis vierundzwanzig Monate.
     
  • Geeignet ist die Methode vor allem bei beginnender bis moderater Hauterschlaffung im Gesicht.

    Lesedauer: 6 Minuten

Was ist ein Fadenlifting?

Beim Fadenlifting werden feine Fäden aus Polydioxanon (PDO) mit einer dünnen Kanüle unter die Haut eingezogen. PDO ist ein seit Jahrzehnten in der Medizin bewährtes, resorbierbares Material, das sich im Körper üblicherweise innerhalb von sechs bis acht Monaten vollständig auflöst – deutlich länger als die sichtbare Wirkung der Behandlung anhält. 

Die Fäden entfalten ihre Wirkung auf zwei unterschiedlichen Wegen: mechanisch durch einen unmittelbaren Zugeffekt und biologisch durch die Anregung der körpereigenen Kollagenbildung.

Soforteffekt und Langzeiteffekt: Wie die Wirkung entsteht

Die Wirkung eines Fadenliftings beruht auf zwei zeitlich getrennten Mechanismen. Der Soforteffekt entsteht rein mechanisch: Die unter Spannung eingebrachten Fäden heben das umliegende Gewebe bereits während der Behandlung leicht an, wobei Schwellungen das Ergebnis zunächst überlagern können.

Der Langzeiteffekt entwickelt sich dagegen biologisch. Die Fäden lösen im Gewebe eine kontrollierte Reaktion aus, die den Körper zur vermehrten Bildung von körpereigenem Kollagen anregt. Dieser Prozess setzt erst nach einigen Tagen ein und zieht sich über mehrere Wochen bis Monate, während sich die Fäden selbst allmählich auflösen – anders als bei der Hyaluron-Unterspritzung, deren Wirkung primär auf Volumenaufbau beruht.

Welche Areale können behandelt werden?

Ein Fadenlifting kommt in unterschiedlichen Bereichen des Gesichts und Halses zum Einsatz, je nachdem, wo eine Straffung gewünscht ist:

  • Wangen: zur Anhebung des Mittelgesichts bei nachlassender Spannkraft
  • Nasolabialfalten: zur Milderung der Falten zwischen Nase und Mundwinkeln
  • Jawline/Kinnlinie: zur Konturierung des unteren Gesichtsdrittels
  • Hals: zur Straffung bei beginnender Erschlaffung im Halsbereich

Welche Areale im Einzelfall sinnvoll sind, hängt vom individuellen Befund ab und wird im persönlichen Beratungsgespräch festgelegt.

Für wen ist ein Fadenlifting geeignet?

Das Verfahren eignet sich vor allem bei beginnender bis moderater Erschlaffung im Bereich von Wangen, Kieferlinie oder Hals. Bei stark ausgeprägter Hauterschlaffung stößt das Fadenlifting an Grenzen – hier kann ein chirurgisches Facelift die geeignetere Methode sein. Ein direkter Vergleich zum chirurgischen Facelift wird im Artikel Fadenlifting oder Facelift – was ist der Unterschied? ausführlich behandelt. Eine Frage, die viele Patientinnen mitbringen: Ab welchem Alter ist ein Fadenlifting sinnvoll? Pauschal lässt sich das nicht beantworten – entscheidend ist weniger das Alter als der individuelle Hautzustand, der im Beratungsgespräch eingeschätzt wird.

Warum die Erfahrung der Behandlerin entscheidend ist

Das Ergebnis eines Fadenliftings hängt nicht allein vom verwendeten Faden ab, sondern maßgeblich von anatomischem Verständnis, Erfahrung mit unterschiedlichen Gesichtsformen und einer realistischen, individuell geplanten Einschätzung der Möglichkeiten. Nicht allein die Anzahl der eingesetzten Fäden entscheidet über das Ergebnis, sondern die richtige Wahl für das jeweilige Gesicht.

Ablauf einer Fadenlifting-Behandlung

Vorbereitung: Vor der Behandlung erfolgt eine individuelle Beratung zur Eignung des Behandlungsareals. Blutverdünnende Medikamente und Alkohol sollten im Vorfeld nach Rücksprache vermieden werden.

Durchführung: Nach lokaler Betäubung werden die PDO-Fäden mit feinen Kanülen gezielt unter die Haut eingebracht. Die Behandlung selbst dauert je nach Umfang der behandelten Areale etwa 30 bis 60 Minuten.

Nachsorge: Im Anschluss folgt eine Kontrolle des Ergebnisses. Leichte Einschränkungen wie Schwellungen oder ein Spannungsgefühl bestehen meist nur wenige Tage. 
Aus meiner Erfahrung mit dieser Behandlung in meiner Praxis in Bonn kommt eine echte Ausfallzeit in der Regel nicht vor. Die vollständige Gesellschaftsfähigkeit ist meist sofort oder nach minimaler Kaschierung gegeben.

Verhaltensregeln nach der Behandlung

In den ersten Tagen nach der Behandlung empfiehlt sich eine vorsichtige Kühlung der behandelten Areale sowie eine allgemeine Schonung des Gesichts. Beim Schlafen ist möglichst die Rückenlage sinnvoll, um Druck auf die eingebrachten Fäden zu vermeiden. Auch eine ausgeprägte Mimik, etwa starkes Grimassieren oder weites Öffnen des Mundes, sollte in dieser Zeit zurückhaltend eingesetzt werden. 

Sport, Sauna und intensive Hitzeeinwirkung sind für rund ein bis zwei Wochen zu vermeiden, da sie Schwellungen begünstigen können. Bei der Hautpflege eignen sich milde, unparfümierte Produkte; Make-up lässt sich in der Regel am nächsten Tag wieder vorsichtig auftragen.

Nebenwirkungen und Risiken

Schwerwiegende Komplikationen sind bei fachgerecht durchgeführten Fadenlifting-Behandlungen nach aktuellem Kenntnisstand selten. Wie bei jeder Behandlung mit Nadeln oder Kanülen können vorübergehend Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen auftreten. In seltenen Fällen sind kurzzeitig ein Spannungsgefühl, eine leichte Asymmetrie oder tastbare Fadenenden unter der Haut möglich, die sich in der Regel von selbst zurückbilden. 

Nicht geeignet ist ein Fadenlifting bei Schwangerschaft, Stillzeit, akuten Entzündungen im Behandlungsbereich oder bekannten Blutgerinnungsstörungen. Mögliche Risiken werden im persönlichen Beratungsgespräch individuell besprochen.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Ergebnis sofort sichtbar? 

Ja, ein sofortiger Lifting-Effekt tritt direkt nach der Behandlung ein. Die vollständige Wirkung entfaltet sich zusätzlich über die folgenden Wochen, da die Kollagenbildung erst nach und nach einsetzt.

Ist die Behandlung schmerzhaft? 

Dank lokaler Betäubung wird das Fadenlifting von den meisten Patientinnen als gut verträglich beschrieben. Ein leichtes Ziehen während des Einbringens der Fäden ist möglich, aber in der Regel kurz und gut tolerierbar.

Wie lange hält das Ergebnis eines Fadenliftings? 

Das Ergebnis hält bei den meisten Patientinnen etwa achtzehn bis vierundzwanzig Monate an. Wie lange die Wirkung im Einzelfall anhält, hängt von Hautbeschaffenheit, Stoffwechsel und Lebensstil ab.

Mit welcher Ausfallzeit muss ich nach einem Fadenlifting rechnen? 

Aus medizinischer Sicht ist eine echte Ausfallzeit nach einem Fadenlifting in der Regel nicht gegeben. Sie sind unmittelbar nach dem Einbringen der PDO-Fäden einsatzfähig und können Ihren gewohnten Alltag aufnehmen. Leichte Schwellungen oder ein Spannungsgefühl klingen meist innerhalb weniger Tage ab, sodass alltägliche Aktivitäten schnell wieder möglich sind.

Fazit

Ein Fadenlifting kombiniert einen mechanischen Soforteffekt mit einem biologisch bedingten Langzeiteffekt durch Kollagenneubildung und eignet sich vor allem bei beginnender bis moderater Hauterschlaffung an Wangen, Nasolabialfalten, Jawline oder Hals. 

Ob die Methode im Einzelfall passt, klärt sich am zuverlässigsten im persönlichen Beratungsgespräch.

Wenn Sie wissen möchten, ob ein Fadenlifting zu Ihrer individuellen Ausgangssituation passt, berate ich Sie gerne persönlich in meiner Praxis in Bonn.

Ihre Amelie von Plüskow

In meinem Ästhetik-Blog begleite ich sie zu vielen weiteren Themen der ästhetischen Medizin. Zurück zu meinen Beiträgen "Gesichtskonturen, Volumen & Symmetrie"

 

Hinweis: Dieser Blogpost dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Über die Autorin

Amelie von Plüskow ist Heilpraktikerin für Ästhetische Medizin und führt seit 2016 ihre Praxis am Bonner Marktplatz. Ihr Schwerpunkt liegt auf natürlichen Ergebnissen durch individuelle Behandlungsplanung – unter anderem in den Bereichen Hyaluronsäure-Filler und Fadenlifting.
Profil: https://amelie-macht-schoen.de/amelie-von-plueskow/

Veröffentlicht am: 05.08.2026

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.